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Fragestellung: Verbesserte Erkennung von Erkrankungen des Gehirns.
Hypothese: Mit der Magnetresonanzelastografie (MRE) können neue, diagnoserelevante Informationen zu neurodegenerative Erkrankungen gewonnen werden.
Methode: Bestimmung viskoelastischer Gewebekenngrößen auf der Grundlage spezieller, für akustische Wellen sensitiver Bilderzeugungs- und Bildauswertungstechniken.
Ergebnisse: Untersuchungen an gesunden Freiwilligen zeigten eine gute Reproduzierbarkeit und eine Abhängigkeit viskoelastischer Gewebeeigenschaften von Alter und Geschlecht. Das Gehirn erweicht mit dem Alter (0.8% pro Jahr) und bei gleichem Lebensalter besitzen Frauen etwas steifere Gehirne.
Auf Grundlage dieser Datenbasis konnten erstmals Untersuchungen zum Einfluss neurodegenrativer Erkrankungen auf mechanische Eigenschaften des Gehirns durchgeführt werden. Für die multiple Sklerose, als die am häufigsten auftretende Erkrankung des Gehirns, ist eine signifikante Erweichung festzustellen, von der nicht nur lokale Regionen, sondern das gesamte Gehirn betroffen ist. Weitere Untersuchungen zu Erkrankungen mit bislang nicht eindeutig geklärter Entstehung, wie beispielsweise dem Normaldruck-Hydrozephalus, liefern neue Informationen über Erweichung und strukturelle Änderungen von Hirngewebe entlang der Ventrikel. Zur Aufklärung des Zusammenhangs von krankheitsbedingten Änderungen viskoelastischer Kenngrößen und zu Grunde liegenden Vorgängen auf zellulärer Ebene, werden ergänzende Untersuchungen an Tiermodellen durchgeführt.
| PD Dr. Jürgen Braun | t: +49 30 4 50 53 90 98 |

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